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Die Geschichte der kubanischen Zigarre

von Jeanette Erfurth, (Quellennachweis Matices)

"Havanna - dieser Begriff hat einen geradezu magischen Klang in der Welt der Zigarren. Die kubanische Zigarre ist Markenzeichen und Statussymbol zugleich und noch heute zählen die braunen Kunstwerke, die in mühevoller Handarbeit hergestellt werden, zu den besten der Welt. Mit Marken wie "Romeo y Julieta", "Cohiba" und "Montecristo" sucht das sozialistische Eiland heute den wirtschaftlichen Niedergang zu verhindern.
Die erste Zigarrenmanufaktur Havannas, die von der Stadt verwaltete "Casa de Beneficiencia", öffnete ihre Werkstätten im Jahre 1799. Dieses Datum markiert die Geburtstunde der kubanischen Zigarre, die in kurzer Zeit unter der Bezeichnung "Havanna" zu Weltruhm gelangen sollte. Zwar gab es schon seit Jahrzehnten in der kubanischen Hauptstadt zahlreiche kleine Werkstätten, aber die Zigarren wurden hier nur heimlich hergestellt. Die steigende Beliebtheit der "Havanna" führte schließlich dazu, daß Spanien 1817 sein seit 100 Jahren bestehendes Handelsmonopol für Tabak und Zigarren aufhob und die Hafenstadt Havanna die Funktion Sevillas im Tabak- und Zigarrenhandel übernahm. Die Manufakturen schossen wie Pilze aus dem Boden und nach wenigen Jahren lag ihre Zahl schon bei vierhundert.

Sträflinge und Galeeren

Verbunden mit dem rasanten Anstieg der Zahl der Zigarrenwerkstätten war ein großer Mangel an Arbeitskräften. In der Not griffen die Manufakturbesitzer sogar auf Sträflinge zurück. Etliche der begehrten Havannas wurden infolgedessen in den Kellern von Gefängnissen gefertigt. Aus dieser Zeit resultiert die noch heute gebräuchliche Bezeichnung Galera für die Werkstätten der Zigarrenmacher, da die Keller oft an Schiffsbäuche erinnerten.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden viele der teilweise noch heute existierenden legendären Havanna-Marken. Seit 1825 steht die Marke "H. de Cabañas y Carbajol" im Handelsregister von Havanna. Im Jahr 1827 kam die "Partagas" hinzu. Sie wurde von Jaime Partagas gegründet, einem Besitzer von Tabakpflanzungen in der Pinar-del-Rio-Region. Seine Zigarrenmanufaktur schrieb von Beginn an schwarze Zahlen. Doch der Erfolg währte nicht lange. 1864 wird Jaime ermordet, und José, sein Sohn und Nachfolger, hat von seinem Vater nicht das Talent geerbt, solch ein Unternehmen zu leiten. Die Manufaktur wird von José Bances erworben.

Ebenfalls zu Beginn des 19. Jahrhunderts rufen zwei Katalanen, Miguel Jané y Gener und Juan Comill y Pi, die Zigarrenmarke "Hoyo de Monterrey" ins Leben. Hergestellt wird sie in der Fabrik "La Majagua". Ein Neffe Miguels, José Gener, ein autoritärer wie tüchtiger Mann, gründete später die Fabrik "La Escepción" (der orthographische Fehler verleiht der Marke noch heute Berühmtheit). 1867 gründet er zusammen mit seinem Onkel die Firma "José Gener y Miguel", sodann mit seinen Brüdern die Firma "José Gener y Cia" und schließlich "José Gener y Batet". 1834 entstand "Por Larrañaga" und 1840 die Marke "Punch". Bei der Namengebung der letzteren stand das englische Satiremagazin Punch Pate, dessen Wahrzeichen im Cartoon-Teil noch heute die komische Figur "Punch" ist (vergleichbar mit dem deutschen "Kasperl"). Gegründet wurde die Fabrik, in der die erste "Punch" hergestellt wurde, von einem gewissen Herrn Stockmann, einem Deutschen, der hier auch Untermarken für den heimischen Verbrauch herstellen ließ. Der Erfolg der "Punch" ließ nicht lange auf sich warten, und der glückliche Besitzer verkaufte alsbald seine Goldgrube. So gelangte die Fabrik 1875 in die Hände von Buenaventura Parera, wird jedoch schon 1884 von Fernando López Fernandez übernommen, dem damaligen Besitzer von "Juan Valle y Cia". Der Bruder Fernandos, Manuel López leitete die Fabrik bis zu seinem Tod im Jahre 1925. 1844 wird "H. Upmann" als Marke registriert, 1845 "La Corona", 1848 "El Rey del Mundo" und 1850 "Romeo y Julieta".

Im Jahre 1861 existierten auf der Insel 1217 Zigarrenfabriken, von denen sich 516 in Havanna auf den Export spezialisiert hatten. Binnen kurzer Zeit eroberten die edelsten Marken die europäischen Märkte. Das Zigarrenrauchen kam in Mode. Die Zigarre hatte sich in der feinen Gesellschaft zum Symbol des Erfolgs und der Erfolgreichen entwickelt. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Zigarrenmanufakturen zum wichtigsten Faktor der kubanischen Wirtschaft geworden. Sie beschäftigten mehrere zehntausend Arbeiter und Angestellte. Der Einfluß der Zigarrenmanufakturen auf die Geschicke des Landes war daher recht groß.

Intellektuelle des Proletariats

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Institution des Vorlesers, die zu dieser Zeit, aufgrund einer Kampagne der Wochenzeitschrift für die Tabakindustrie "La Aurora" entstand, die die Vorteile des öffentlichen Lesens herausgestellt hatte. Der Titel des ersten Buches das vorgelesen wurde lautete Die Aufstände unseres Jahrhunderts. Bezeichnenderweise verwandelten sich die Pulte der Vorleser in den Werkstätten bald in Tribünen des freien Denkens und dies verschaffte den Arbeitern in den Zigarrenfabriken den Beinamen "Intellektuelle des Proletariats".

Auf Kuba brachen unruhige Zeiten an. Als 1868 die Kämpfe um die Unabhängigkeit von Spanien und die Abschaffung der Sklaverei begannen, verließen viele Tabakarbeiter aufgrund politischer Verfolgung die Insel. Viele gingen nach Key West in Florida, worauf sich dort schon bald eine Tabakindustrie entwickelte. Einige ausländische Geschäftsleute zogen daraus ihren Nutzen. Die ersten Tabaktrusts wurden in Kuba gegründet. 1887 gründete der Holländer Gustave Anton Block mit Hilfe englischer Fonds die Firma "Henry Clay and Block Company Ltd" die schließlich 66 Marken anbot, darunter "La Flor", "El Aguila de Oro" und "La Intimidad".

Die Freiheitsbewegung kämpfte, von den kubanischen Tabakarbeitern in Florida unterstützt, weiter. Als 1895 der große Freiheitskämpfer und Schriftsteller José Martí zum Widerstand gegen die spanische Herrschaft aufrief, hatte er seinen Aufruf in ein Zigarrendeckblatt gerollt. Der Befreiungskrieg gegen die Spanier weitete sich aus und mündete in den Spanisch-Amerikanischen Krieg. Im Dezember des Jahres 1898 verzichtete Spanien auf sämtliche Ansprüche die Kuba betrafen. Bis 1902 stand Kuba dann unter amerikanischer Kontrolle. In dieser Zeit wurde die "Havana Commercial Company" gegründet, allgemein "American Trust" genannt, ein Ableger der "American Tobacco Co". Im Jahre 1902 gehörten diesem Trust 291 Marken an. Schließlich beherrschten drei große Vereinigungen 60 Prozent der Zigarrenproduktion und nur wenigen Fabriken gelang es damals, sich gegen die Übernahme durch einen Trust zur Wehr zu setzten. Zu den wichtigsten denen dies gelang, zählten "La Escepción" von José Gener, dessen Unternehmen nach seinem Tode im Jahre 1900 an Ramon Fernandez und Fernando Palicio verkauft wird, außerdem "H. Upmann", "Por Larrañaga", "Romeo y Julieta" und "Partagas". "Partagas" wurde im Jahre 1900 von Ramon Cifuentes und José Fernandez erworben. Die Familie Cifuentes gründete in der Folgezeit ein wahres Zigarrenimperium mit Handelsmarken wie "La Intimidad" und "Ramon Allones". Später zwingt sie Fidel Castros Revolution, Kuba zu verlassen. Sie emigrieren nach Florida und widmen sich fortan dem Handel mit Deckblättern. Schließlich bringen sie wieder die Marke "Partagas" auf den Markt, und zwar mit der Unterstützung von "General Cigar", woraus sich erklärt, warum heute zwei Marken mit dem Namen "Partagas" existieren, nämlich eine aus Kuba und eine aus der Dominikanischen Republik.

1903 kaufte der exzentrische Milliardär "Pepin" Fernandez Rodriguez die 1850 gegründete Marke "Romeo y Julieta" auf. Dank einer Werbekampagne, die es bis dato in dieser Intensität noch nicht gegeben hatte, eroberte die Marke binnen kurzer Zeit den internationalen Markt. "Pepin" bot seine Zigarren vorzugsweise auf den Pferderennbahnen der Welt an, auf denen seine Stute "Julieta" in Aktion trat. Das wohl bekannteste Liebespaar der Weltliteratur lebt nicht zuletzt in der "Romeo y Julieta" fort - einer der auf der ganzen Welt berühmtesten und am meisten geschätzten Havanna-Marken.

Die Weltwirtschaftskrise

Die Beliebtheit der Havannas stieg von Jahrzehnt zu Jahrzehnt - und somit auch die Verkaufszahlen. Das änderte sich allerdings gegen Ende der zwanziger Jahre unseres Jahrhunderts. Hatte der erste Weltkrieg noch keine schwerwiegenden Auswirkungen auf die Verkaufszahlen gehabt, so trieb die Weltwirtschaftskrise von 1929, gefolgt von einigen Mißernten, zahlreiche Fabriken an den Rand des Ruins. Auch der "American Trust" blieb davon nicht verschont. Er hatte zahlreiche Marken in der "Casa de Hierro" konzentriert, aber als er aufgrund der Krise die Gehälter der Arbeiter kürzen mußte und es zu einem großangelegten Streik kam, mußte er sich schließlich aus Kuba zurückziehen. Die Wirtschaftskrise betraf ebenfalls die Marke "Punch", die mittlerweile zur Gruppe "Fernandez y Palacio" gehörte. Auch nach der kubanischen Revolution gehört sie zu den beliebtesten Havannas in Europa. Mit Beginn der dreißiger Jahre wurde eine der turbulentesten Perioden in der Geschichte Kubas eingeläutet. Von der Diktatur zum Staatsstreich, über freie Wahlen zurück zur Diktatur. Es ist die Zeit des Fulgencio Batista y Zaldívar. Zwischen den zwei Weltkriegen steigt Havanna zur Metropole des Vergnügens und des Glücksspiels auf. Hier trafen sich die Berühmtheiten der Zeit und frönten der folie havanaise.

Aus dieser Zeit stammt auch eine der berühmtesten Havanna-Marken: die "Montecristo". Ein reicher Spanier, Alonso Menéndez, dessen Neffe Benjamin Ménendez und ein renommierter Zigarren-meister, Pepe García, gründeten in den zwanziger Jahren eine Zigarrenfabrik in Havanna. Sie kauften zunächst die bekannte Marke "Particulares" auf und wagten sich schließlich 1935 an eine neue Marke, die für den Export bestimmt war: "Montecristo". Der Markenname entstand in Anlehnung an den Helden von Alexandre Dumas Roman, der zu dieser Zeit in vielen Fabriken vorgelesen wurde.

Im Jahre 1940 produzierten vierzig Zigarrenfabriken in Havanna etwas über dreihundert Marken, die für den Export bestimmt waren. Die klangvollen Namen waren oft aus der Welt der Oper oder der Literatur entlehnt, "La Tosca", "La Traviata", "Victor Hugo" oder "Shakespeare" um nur einige zu nennen. Seit den vierziger Jahren verschwanden viele dieser Fabriken.

Die kubanische Revolution

Schließlich brach die kubanische Revolution an und die Havanna wurde der ständige Begleiter der bärtigen Revolutionäre, an ihrer Spitze Fidel Castro und Ernesto "Che" Guevara, beide glühende Verehrer der kubanischen Zigarre. Das Tabakjuwel trat erneut in den Dienst der Politik: in den Zigarren, die der Gefangene Fidel Castro während der Revolutionskämpfe von außen erhielt, waren Botschaften versteckt. Als die Revolution siegte und Fidel Castro mit den Enteignungen und Verstaatlichungen begann, entschloß sich der amerikanische Präsident John F. Kennedy gegen Kuba ein Embargo zu verhängen. Zuvor hatte er aber seine Lagerbestände an Havannas noch einmal kräftig aufgefüllt. Castro hatte die Idee, alle kubanischen Marken zu einer einzigen zu verschmelzen. Ein Vorhaben, das zum Glück nie realisiert wurde. Zwar verschwanden viele Marken bald vom Markt, so zum Beispiel die "Cabañas y Carbajol", "Murias", "Henry Clay", "Farach" und die "Villar y Villar", es wurde aber auch eine neue Marke geboren. Eduardo Rivero, von Beruf Zigarrendreher, drehte in seiner Freizeit ungewöhnlich kleinformatige Zigarren mit einem äußerst feinen Aroma. Durch die Vermittlung eines Angehörigen der Leibgarde machte Castro Bekanntschaft mit diesen einzigartigen Zigarren und beauftragte Rivero mit der Gründung einer Fabrik. Die "Lancero de Cohiba", so der Name der neuen Zigarre, wurde zur Zigarre Fidel Castros. Erst 1983 kam sie offiziell in den Handel.

Das amerikanische Embargo zwang Kuba, neue Märkte zu erschließen. So kam es zu der Vernunftehe Davidoff-Kuba. Die kubanischen Cohibas wurden nun unter dem Namen Davidoff in aller Welt vertrieben. Als die staatliche Gesellschaft "Cubatabaco" sich entschloß die "Cohiba" selber in den Handel zu bringen, kam es zu Differenzen zwischen Genf und Havanna, was schließlich 1983 den endgültigen Bruch dieser Handelsbeziehung nach sich zog.

Was beibt, ist die Havanna-Zigarre, heute Visitenkarte des kommunistischen Regimes Castros, der mit ihr versucht, Devisen ins Land zu holen, um dem wirtschaftlichen Niedergang zu entgehen. 1997 wurden erstmals seit der schweren Wirtschaftskrise zu Beginn dieses Jahrzehnts mehr als 100 Millionen Havanna-Zigarren produziert, die der Insel Deviseneinnahmen in Höhe von 180 Millionen Dollar einbringen."





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